Jenseits

Auf der Erde entwickelt sich unser Gefühlsleben bis zu einem Stadium, das wir das „tierhafte Bewusstsein“ nennen können.
Wenn wir dieses Stadium mit geistigen Augen betrachten könnten, dann würden wir sehen, dass die Seele ihr erworbenes Bewusstsein als Aura ausstrahlt.
Nach vielen Leben verdichtet diese Aura sich und bildet die astrale Welt.
Weil Millionen von Seelen, über die ganze Erde verteilt, diese Aura ausstrahlen, erschafft diese Ausstrahlung eine astrale Sphäre, eine geistige Welt, die wir das Land des Hasses, der Leidenschaft und Gewalt nennen können.
Wenn die ersten Seelen ihr letztes Leben auf der Erde beenden, werden sie als Geist automatisch von der Sphäre, die sie unbewusst selbst aufgebaut haben, angezogen.
Wenn sie in dieser Sphäre erwachen, sind sie sich nicht davon bewusst, dass sie auf der Erde gestorben sind.
Ihnen fehlt noch das Bewusstsein, ihre neue Umgebung kritisch zu betrachten.
Ihr tierhaftes Gefühlsleben steuert noch ihr Leben.
Pro Sekunde kommen jetzt neue Seelen von der Erde in diesen geistigen Sphären an.
Die ersten Seelen bekommen nach Dutzenden von Jahren das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt.
Sie fragen sich, wo denn die Sonne geblieben ist, und die Bäume und die Tiere.
Weil sie an irdische Dinge denken, werden sie von der irdischen Wirklichkeit angezogen.
Sie wollen ihr normales Leben hier wieder aufnehmen, aber ihre geistigen Hände können die stoffliche Welt nicht mehr in den Griff bekommen.
Sie können es nicht begreifen, denn innerlich haben sie sich nicht geändert.
Sie fühlen noch genau das gleiche, wie ihre irdischen Brüder, sie sind geistig noch eins mit ihnen.
Hierdurch entsteht eine natürliche Besessenheit.
Weil sie jetzt geistig eins sind mit dem irdischen Menschen, können sie nun endlich wieder die Erde erleben.
Und sie bleiben eins mit diesem Menschen, bis er auf der Erde stirbt.
In diesem Moment müssen sie diesen Gastkörper preisgeben.
Zu ihrem großen Erstaunen sehen sie, dass aus diesem Körper noch ein anderer Geist tritt.
Sie erkennen, dass dieser Geist die ganze Zeit in diesem Körper gewohnt hat, und dass sie selber keinen irdischen Körper mehr haben.
Hierdurch wird es ihnen bewusst, dass sie selbst schon gestorben sind und jetzt als Geist weiter leben.
Um so lange wie möglich in einem Gastkörper wohnen zu können und nicht immer wieder einen neuen stofflichen Körper suchen zu müssen, helfen und beschützen sie ihren irdischen Menschen.
Als Geist sind sie nicht an eine Zeit gebunden und sie erleben nacheinander viele Gastkörper.
Auf diese Weise sammeln sie die nötigen Erfahrungen, mit denen sie ihrem Gastkörper helfen können.
So kommen die ersten Erfindungen zustande.
Wenn sie dem Menschen auf der Erde helfen, machen sie eine merkwürdige Entdeckung.
Durch dieses Helfen bekommen sie ein angenehmes Gefühl.
Um dieses herrliche Gefühl öfter erleben zu können, probieren sie zu helfen.
Hierdurch legen sie ihren tierhaften Gefühlsgrad ab und machen sie sich einen höheren Gefühlsgrad zu Eigen.
Was sie innerlich fühlen, strahlen sie auch äußerlich aus.
Ihre Ausstrahlung zeigt, dass sie die Gefühle des Hasses, der Leidenschaft und der Gewalt abgelegt haben.
Diese ruhige Ausstrahlung der ersten Seelen beginnt sich nach geraumer Zeit zu verdichten und bildet eine neue geistige Sphäre, das Dämmerland.
Weil die ersten Seelen weiterhin versuchen zu helfen, beginnt ihr Gefühlsleben Licht auszustrahlen.
So entsteht die erste Lichtsphäre.
Wenn sie Leben und Tod genauer untersuchen, merken sie, dass die meisten Seelen beim Sterben nicht in eine geistige Sphäre im Jenseits gehen.
Sie sehen, dass diese Seelen sich sofort nach dem Sterben in eine tiefe Finsternis zurückziehen, wo es immens still ist.
Die Forscher sind erstaunt, weil sie diese Welt noch nicht kennen.
Es scheint eine Welt des Unbewussten zu sein, weil sie keine bewusste Aktivität wahrnehmen können.
Und dann kommt die Seele aufs Neue in Bewegung.
Geht sie nun endlich ins Jenseits?
Nein, die Seele geht zurück zur Erde, zu einer Frau und einem Mann.
Die Seele verbindet sich mit einer Eizelle im Augenblick der Befruchtung durch eine Samenzelle.
Auf diese Weise lernen die Forscher die Reinkarnation kennen.
Aber wann ist die Seele denn zum ersten Male inkarniert?
Wenn die Forscher sich auf diese Frage konzentrieren, merken sie zu ihrem Erstaunen, dass ein anderer Planet sie anzieht.
Hier sehen sie, wo und wie die Seele ihre kosmische Reise begonnen hat.
Sie spüren, dass sie selbst hier gelebt haben, dass auch sie einst diesen seelöwenartigen Organismus bewohnt haben.
Aber woher kommt die Seele denn ursprünglich?
Die Antwort auf diese Frage liegt tief verborgen im Herzen dieses Planeten.
Die Forscher sehen jetzt, wie die Seele ihr erstes Leben erlebt und wie sie bei ihrem ersten Tod ihren kleinen Zellkörper loslässt und als Seele weiter geht.
Wenn sie das Sterben dieses ersten Zellkörperchens weiter betrachten, merken sie zu ihrem Erstaunen, dass aus der Verwesung eine andere Zelle gebildet wird.
Sie gleicht einer menschlichen Zelle, ist aber kleiner, weniger bewusst.
Beim Lebensende dieser Zelle tritt auch hier eine Seele aus.
Wenn die Forscher dieser Seele in ihrem Evolutionsprozess folgen, müssen sie aber feststellen, dass sie beim Tierreich angelangt sind.
Das Tier ist aus dem Menschen geboren?
Die Forscher fallen von einem Erstaunen in das andere.
Weil sie dem kosmischen Lebensweg der Seele folgen, bekommen sie eine tiefe Einsicht in den Ursprung und die Evolution allen Lebens, das sich im Wachstum des Embryos im Mutterleib widerspiegelt.
Durch alle diese Erfahrungen erweitern die Forscher ihr Bewusstsein.
Sie werden kosmisch bewusst.
Sie unterrichten andere Bewohner des Jenseits und helfen ihnen in ihrer geistigen Entwicklung.
Weil ihre Liebe und ihr Bewusstsein wächst, bauen sie eine Lichtsphäre nach der anderen auf.
Wenn das goldene Licht ihres Bewusstseins die siebte Sphäre aufgebaut hat, kennen sie jedes Lebensgesetz der ersten drei kosmischen Lebensgrade.
Dann spüren sie, dass das Jenseits kein Endziel ist.
Dass es nur der Zweck des Jenseits ist, uns auf den nächsten kosmischen Lebensgrad vorzubereiten.
Sie spüren, dass sie diese neue Evolution nicht in diesem Weltraum erleben können, so wie sie ihn bis jetzt kennen gelernt haben.
Dort, wo sie hin gehen, ist das Leben ätherischer, es hat einen anderen Dichtheitsgrad.
Die ersten Seelen spüren, dass sie diesen Weltraum verlassen und dass sie von einem höheren kosmischen Lebensgrad angezogen werden.

Die Entstehung unseres Jenseits

Leben um Leben macht die Seele ihr Karma wieder gut.
Zwischen zwei Leben kommt sie in der „Welt des Unbewussten“ zur Ruhe.
Wenn keine Menschen mehr auf der Erde oder in der Welt des Unbewussten leben, an denen die Seele etwas wiedergutzumachen hat, wird die Seele frei von den irdischen Reinkarnationen.
Sie hat dann ihren irdischen Kreislauf beendet und kann nicht mehr durch andere irdische Eltern angezogen werden.
Sie wird dann von der astral-geistlichen Welt angezogen, die sie mittlerweile selbst durch die Ausstrahlung ihrer Gefühle aufgebaut hat.
Meister Alcar schaut im Geist zu den allerersten Seelen zurück, die im Begriff waren, ihren irdischen Kreislauf zu vollenden:
Als die ersten Seelen darangingen, ihren irdischen Kreislauf zu beenden, hatten sie durch ihre Lebensweise und ihre Gefühle, ohne es zu wissen, bereits eine vollständige astral-geistliche Sphäre aufgebaut.
Ihr Hass und ihre Leidenschaft wurden jedoch immer bewusster, sodass die Aura, die sie ausstrahlten, diese Abstimmung von bewusster Gewalt mit sich mittrug.
Erst wurde diese Ausstrahlung ätherisch, so, wie die ersten kosmischen Nebelschwaden der Allquelle ätherisch geworden waren.
Nach Jahrmillionen bekam nun auch die menschliche Ausstrahlung mehr Verdichtung.
So, wie die ersten Nebelschwaden von der Allseele nach Billionen Epochen hängen blieben und ein kosmisches geistliches Gewand woben, bekam auch das geistliche Gewand der menschlichen Seele Form und Verdichtung durch die geistliche Ausstrahlung ihres Gefühlslebens.
Und auch die astrale Sphäre baute sich so auf, zu dem, was später auf der Erde „die Hölle“ genannt werden sollte. Diese astrale Substanz bekam Form und Farbe übereinstimmend mit dem Gefühlsgrad von denjenigen, die sie ausgesandt und aufgebaut hatten.
Als die ersten Seelen ihren Kreislauf der Erde vollbracht hatten, wurden sie dann auch von ihrer eigenen Gefühlsenergie angezogen, von der Sphäre, die sie unwissentlich selbst aufgebaut hatten.
In dieser astralen Sphäre von Hass, Leidenschaft und Gewalt begannen sie dieselbe Art Leben wie das, was sie auf der Erde gekannt hatten, denn im Gefühl hatten sie sich in nichts verändert.

Ein warmes Gefühl

Der wichtigste Unterschied zu ihrem Leben auf der Erde war jedoch die Finsternis, die in ihrem neuen geistlichen Dasein immer vorherrschte.
Sie fragten sich, wo jenes stoffliche Licht geblieben war, das sie zuvor jeden Tag beschienen hatte.
Meister Zelanus:
Sie begannen, zu fragen und zu suchen – sagte ich –, sie hatten keine Sonne mehr.
Vorträge Teil 2, 1951
Sie begannen, zu suchen, wonach?
Nach der Sonne.
Und wozu gehört die Sonne?
Zur Erde.
Und dann kamen sie von alleine, durch ihr Suchen wehten sie in diese Richtung.
Vorträge Teil 2, 1951
Aber diese Menschen begannen, zu suchen, sie begannen, sich zu fragen: „Wo ist die Sonne?
Wo ist das Licht?
Was ist geschehen?“
Ja, mir war nicht gut; jenes Erfassen hatten sie gar nicht.
Ich war krank; das fühlten sie gar nicht.
Es hat sich etwas verändert, das Licht ist weg.
Und weil sie zu suchen begannen, kamen sie wieder auf die Erde, und dann sahen sie den Menschen, sie lebten in dieser Aura.
Vorträge Teil 2, 1951
Dadurch, dass sie an stoffliche Zustände dachten, wurden sie zur Erde zurückgezogen.
Hier wollten sie erneut essen und ihren tierhaften Grad der Liebe erleben, aber sie merkten, dass ihr Körper sich verändert hatte, dass ihr geistlicher Körper die irdische Materie nicht greifen konnte.
Bis sie entdeckten, dass sie den Körper der irdischen Menschen verwenden konnten, um ihre Leidenschaften zu erleben.
So entstand die erste Besessenheit.
Dadurch, dass der astrale Geist und der Mensch auf der Erde dieselben Gefühle teilten, kamen beide Gefühlsleben zur Einheit.
Immer mehr Menschen wurden besessen.
Sogar in unserer heutigen Zeit kommt dies noch vor, auch wenn die Psychiatrie es nun als psychotische und multiple Persönlichkeit bezeichnet.
Diese erste Besessenheit war erst zu Ende, als der Körper des irdischen Menschen dahingerafft wurde.
Dann musste der astrale Geist seine Beute loslassen und einen anderen Menschen suchen und zur Besessenheit führen.
Um zu vermeiden, dass dieser Körper in andere Hände übergehen würde, begannen die ersten Seelen, ihren irdischen Menschen zu schützen.
Durch diese Handlungen bekamen die Seelen ein warmes Gefühl.
Sie begriffen erst nicht, woher die angenehme Wärme in ihrem Gefühlsleben kam, aber es war ein Aufatmen inmitten der Kälte und Finsternis, in der sie geistlich lebten.

Der Mensch als Lichtschöpfer

Begeistert von dieser Wärme halfen sie dem irdischen Menschen nun noch mehr und sie gaben ihm durch Inspiration nützliche Werkzeuge, die das Leben angenehmer machten und die Wehrhaftigkeit erhöhten.
Die innerliche Gefühlswärme war das erste Ergebnis ihres harmonischen Handelns.
Indem sie dem Menschen auf der Erde halfen, konnte ihre „Allquelle“ besser strömen und einen höheren Gefühlsgrad entwickeln.
Dadurch bekam das Gefühlsleben der ersten Seelen mehr Licht und Wärme und sie begannen, als Geister dieses Licht auch auszustrahlen.
So, wie die ersten kosmischen Nebel leuchtend wurden, strahlte auch ihr geistliches Gewand als Ausdruck ihres erhöhten Bewusstseins und ihrer erhöhten Liebe Licht aus.
Nachdem sie dem Menschen auf der Erde Tausende Epochen lang geholfen hatten, bekam auch diese geistliche Ausstrahlung Verdichtung und Eigenständigkeit und so kam die erste astrale Lichtsphäre zustande.
„Durch jede gute Tat also, die der Mensch auf der Erde und in den Sphären vollbrachte, veränderte sich sein inneres Leben, die Umgebung und sein eigener Besitz.
Es kam Licht in ihn, in ihm erwachte der geistige Mensch.
Daran arbeiteten sie weiter.
So verstärkte sich dieses Licht, was sie in und um sich herum wahrnehmen konnten.
Der innere Mensch begann Licht auszustrahlen, zu erwachen und Liebe zu fühlen für alles Leben.
Je mehr gute Taten er vollbrachte, desto stärker wurde das Licht, das seine Umgebung erstrahlen ließ.
Das wunderbare Gefühl, für andere etwas tun zu können, stimmte ihn glücklich.
Jetzt waren sie würdig den Namen Mensch zu tragen.
Jetzt waren sie Kinder Gottes und alle fühlten, wie viel sie wiedergutzumachen hatten.
Nunmehr gaben sie sich völlig hin und opferten sich für die leidende Menschheit auf.
Der Mensch kehrte zum goldenen Licht zurück und machte sich das goldene Licht zu eigen, das wir im Tempel der Seele wahrgenommen hatten.
Du fühlst und du siehst, André, aus diesem goldenen Licht sind wir hervorgegangen und werden dorthin zurückkehren.
Dieses Licht würden wir uns zu eigen machen müssen, der Mensch fing an, sich Gottes eigene liebevolle Ausstrahlung zu verdienen.
Die Offenbarung Gottes nahm jetzt im Menschen ihren Anfang, denn die Menschen haben nun begriffen, dass sie weiter und höher gehen konnten.
Dafür würden sie sich anstrengen, sie begriffen jetzt, wie sie leben mussten, und damit war der dienende Mensch geboren.
Als die ersten Lichtblitze durchbrachen, offenbarte sich Gott, der Schöpfungsplan, von dem ich dir erzählt habe, nahm seinen Anfang.
Für sie, für all diese Menschen bedeutete dies, dass sie sich von der Finsternis befreit und diesen langen Weg zurückgelegt hatten.
Als dann auch die ersten Lichtblitze durchbrachen, änderte das den Aspekt der Erde.
Sie, diese Menschen, die in der Finsternis gelebt hatten, sahen nun durch ihr eigenes Licht, wie weit die Erde vorangekommen war.
In all den Millionen Jahren waren sie geistig blind, jetzt aber verstanden sie den Sterbeprozess und das Geborenwerden auf Erden und Tausende von Gesetzen im Leben des Geistes.
Diejenigen, die schon so weit gekommen waren, unterwiesen jene, die diese Höhe noch nicht erreicht hatten.
Sie gehörten bereits zu den geistigen Schwestern und Brüdern der Sphären.
Das Entstehen des Weltalls, 1939
Wenn in der heutigen Zeit eine Seele an das Ende ihres Karmalebens gekommen ist und den irdischen Lebenszyklus verlässt, reist auch sie zu der astralen Sphäre, die sie selbst, ohne es zu wissen, mit aufgebaut hat.
Sie geht dann in die Sphäre über, auf die sie in jenem Moment innerlich abgestimmt ist.
Für einige Seelen bedeutet dies, dass sie auch noch in dieser Zeit in das Land von Hass, Leidenschaft und Gewalt gehen, weil sie innerlich noch immer einen tierhaften Gefühlslebensgrad haben.
Andere Seelen haben sich hiervon bereits während ihres irdischen Lebens gelöst.
Sie können nach ihrem irdischen Lebenszyklus in das Glück und die Wärme der Lichtsphären eintreten, weil sie bereits auf der Erde das Leben lieb gewannen.

Die geistlich-wissenschaftliche Universität

Die ersten Seelen bauten durch die astrale Ausstrahlung ihres geistlichen Handelns Lichtsphäre um Lichtsphäre auf.
In der vierten Sphäre begannen diese Seelen als geistliche Persönlichkeiten erst wirklich mit einer geistlich-wissenschaftlichen Erforschung.
Sie wollten mehr über sich selbst erfahren.
Was ist eigentlich eine Seele, ein Geist, ein Mensch?
Sie folgen dem Menschen auf der Erde, um die Gesetze, die das Leben bestimmen, zu ergründen.
Überrascht sahen sie, dass viele Menschen, die starben, gar nicht ins Jenseits hinübergingen.
Sie sahen, dass die geistliche Gestalt dieser Menschen sich beim Hinübergehen auflöste und dass sich ihre Seele in die Welt des Unbewussten zurückzog.
Sie folgten diesen Seelen in diese stille Welt, weil sie wissen wollten, wohin diese Seelen wohl gingen.
Manche Forscher mussten Jahrhunderte warten, bevor die Seele, der sie folgten, wieder in einen neuen Körper reinkarnierte.
Aber schlussendlich sahen sie alle dasselbe Geschehen: Die Seele wurde von zwei irdischen Menschen angezogen und stieg im Moment der Befruchtung in die Eizelle der Mutter hinab.
Immer wieder folgten die ersten Forscher anderen Seelen, weil sie wissen wollten, ob diese Reinkarnation ein Gesetz war, das für alle galt.
Indem sie Tausenden von Seelen auf ihrem irdischen Kreislauf folgten, kamen sie dem Gesetz von Ursache und Wirkung auf die Spur.
Einer der ersten Forscher fasste dieses Gesetz später in die Worte: „Was der Mensch sät, wird er ernten.“
Nach Jahrtausenden des Forschens trafen sich die ersten Seelen wieder und trugen ihre Erkenntnisse zusammen.
Sie wollten mehr über dieses wundersame Gesetz der Reinkarnation erfahren.
Sie wollten wissen, wo alles begonnen hatte, wo die Seele ihr erstes Leben erlebt hatte.
Sie stellten sich auf ihre eigene Vergangenheit ein.
Groß war ihre Überraschung, als sie merkten, dass sie von der Erde wegschwebten.
Hatten sie sich falsch eingestellt?
Erneut konzentrierten sie sich, dachten nur noch an die Vergangenheit der Seele.
Und wieder schwebten sie von der Erde fort, in den Raum.
Nach einiger Zeit erreichten sie den ersten kosmischen Lebensgrad.
Dort waren sie Zeugen der letzten Seelen, die in jenem Moment den ersten Mutterplaneten verließen.
Die Forscher fühlten sich zu diesen seelöwenartigen Organismen hingezogen und sie fühlten, dass hier auch ihre eigene Vergangenheit lag.
Auch sie hatten einst hier gelebt und auf diese Art und Weise diesen Organismus zurückgelassen, um auf nächsten Planeten weiter zu wachsen.
Die Forscher begriffen jetzt, warum sie bereits die Lichtsphären erreicht hatten und andere Menschen noch im Urwald umherliefen.
Sie selbst waren auf dem ersten Planeten früher geboren worden!
Nicht alle Seelen wurden dort in demselben Moment geboren, dies Geborenwerden fand in „Wellen“ statt.
Millionstel Sekunde:
Warum seid Ihr weiter als das andere Leben?
Weil Ihr früher geboren wurdet.
Ihr womöglich eine Zehntel oder Millionstel Sekunde früher auf dem Mond Euren Lebensgrad bekamt.
Jetzt, da Ihr auf der Erde seid, haben sich diese Sekunden durch Leben verändert.
Masken und Menschen, 1948
Sie verstanden, dass die Seelen, die in jenem Moment den ersten kosmischen Lebensgrad verließen, erst in Millionen Epochen mit ihrer irdischen Evolution beginnen würden.
Denn das Gefühlsleben dieser Seelen konnte noch nicht unmittelbar in einen menschlichen Körper des ersten stofflichen Grades auf der Erde inkarnieren, dieser Übergang des Gefühlslebens der Seele in diesem seelöwenartigen Organismus zum Gefühlsleben des irdischen Urwaldbewohners erforderte noch viele Zwischenschritte.
Diese Zwischenschritte waren der nächste zu erforschende Punkt.
Die Forscher folgten den Seelen, die in jenem Moment den ersten Mutterplaneten verließen.
Sie folgten ihnen zum ersten Übergangsplaneten des zweiten kosmischen Lebensgrades.
So besuchten die Forscher einen Planeten nach dem anderen und lernten dadurch ihren eigenen kosmischen Lebensweg kennen.
Nach den Übergangsplaneten kamen sie schließlich auf dem Mars an und folgten dem Leben auf diesem Mutterplaneten.
Danach folgten sie den Übergangsplaneten des dritten kosmischen Lebensgrades und kamen zum Schluss auf der Erde an, Mutterplanet und Endstadium des dritten kosmischen Lebensgrades.
Sie fühlten, dass diese drei kosmischen Lebensgrade in demselben Universum lagen und im Grunde einen einzigen Raum des Erwachens bedeuteten.
Ihr Leben war erwacht, sie waren sich nun ihres ewigen Weiterbestehens bewusst geworden.
Eigentlich begannen sie jetzt erst, zu leben.
In jenem Moment begriffen sie, wo die Seele herkommt, die im Urwald ihr erstes irdisches Leben beginnt.
Sie begriffen zugleich, dass dieser erste stoffliche Grad auf der Erde noch so lange bestehen bleiben würde, bis die letzte Seele von den Übergangsplaneten des dritten kosmischen Lebensgrades auf die Erde gekommen und zu einem Körper des zweiten stofflichen Grades auf der Erde übergegangen ist.
Als die ersten geistlich-wissenschaftlichen Forscher ihren forschenden Blick wieder auf den Planeten des ersten kosmischen Lebensgrades richteten, wurden sie eines anderen Wunders ansichtig.
Die letzte Seele hatte den seelöwenartigen Organismus verlassen und war vom ersten Mutterplaneten weg gegangen, sodass die Aufgabe dieser kosmischen Mutter beendet war.
Ihr Leben ging dem Ende zu, sie konnte nun mit ihrem Sterbeprozess beginnen.
Als sie begann, ihre Lebenskraft langsam aus diesem makrokosmischen Körper zurückzuziehen, lösten sich einige Schichten ihrer Atmosphäre auf und ...
ihre Oberfläche vertrocknete.
So, wie der menschliche Körper vertrocknet, wenn sich die Seele zurückzieht, verhärtete sich auch dieser planetäre Körper zu dem Zustand, in dem wir ihn heute am Nachthimmel bewundern können.
Sogar in unserer heutigen Zeit fühlen sich Menschen mit diesem Himmelskörper verbunden, nicht wissend, dass sie dort ihren kosmischen Lebensweg begonnen haben.
Sie sehen dann auch nur einen sterbenden Planeten und können seine mächtige Vergangenheit mit ihren stofflichen Augen nicht erfassen.
Selbst wenn manche irdischen Gelehrten vermuten, dass auf seiner Oberfläche einstmals Wasser strömte, in dem möglicherweise Leben war.
Auf der Erde fanden die geistlichen Forscher diesen ganzen kosmischen Evolutionsweg in der Geburt eines Kindes wieder.
Sie sahen, dass die menschliche Mutter jeden Monat eine Eizelle abteilt, genau wie der erste Planet es im Großen als Mutterplanet tat.
Auch auf der Erde verbindet die reinkarnierende Seele sich beim Hinabsteigen mit einer kleinen Zelle, genau wie auf dem ersten Planeten.
In der Gebärmutter erlebt die Seele das Wasserbewusstsein.
Auch dort „schwimmt“ sie im Fruchtwasser, genau wie sie es Billionen Epochen lang auf dem ersten Planeten getan hat.
Sogar die Kiemen werden im heutigen Stadium nur kurz aufgebaut und sind der Beweis dafür, dass wir einst im Wasser gelebt haben.
Da sie sehr engagiert untersuchten, fanden die ersten geistlichen Forscher alle stofflichen Übergänge in diesen neun Monaten einer Schwangerschaft wieder.
So zeugt unser Steißbein von unserem kriechenden Leben auf dem zweiten kosmischen Lebensgrad.
Was die Seele seinerzeit in Jahrmilliarden erbaut hat, das spielt sie nun in neun Monaten komplett durch.
Diese Erkenntnisse waren die ersten Fundamente für die Universität des Christus.
Die geistlichen Forscher verstanden, dass die gesamte kosmische Evolution von Körper und Seele auf der Reinkarnation fußte.
Meister Alcar fasst es für André wie folgt in Worte:
Jetzt, da man alle Menschenarten auf der Erde kennenlernt und erforscht, vertieft man sich in dieses Studium, aber den eigentlichen Kern, die Tiefe allen Lebens und des stofflichen Organismus erkennt man auf der Erde nicht, weil man das Schöpfungswunder bis zu seinen Anfängen hin nicht mehr zurückverfolgen kann.
Doch das wäre wohl möglich, immer wieder komme ich darauf zurück, wenn die Gelehrten das ewige Weiterleben und die Wiedergeburt akzeptieren könnten.
Die Wiedergeburt – und darum geht es mir, deswegen hast du das alles erleben dürfen und deswegen habe ich dir das auf dieser Reise gezeigt – betrifft das stoffliche und das geistige Kleid.
Beide Organismen sind eins, beide gehen ineinander über.
Was für den stofflichen Körper möglich ist, ist gleichermaßen für das geistige Kleid möglich.
Wenn der menschliche Embryo im ersten Stadium nicht beseelt worden wäre, hätte das Leben nicht in ein anderes Kleid übergehen können, dann wären wir erst gar nicht auf die Erde gekommen, ich habe dir das schon erklärt, und hätten wir auch dieses großartige Wunder, die Schöpfung, nicht gekannt.
Aber Gott überschaute das alles, denn Gott gab dem Menschen ein stoffliches Kleid, auch wenn es das Kleid einer vorweltlichen Tierart war, es sollte und musste sich verändern, dazu dienten all diese Planeten.
Was diese gewaltigen Körper an Kräften besitzen, wie seltsam das auch klingen mag, das besitzen auch der stoffliche und der geistige Organismus.
Alles ist in Harmonie und in allem finden wir diese Ordnung wieder.
Auf verschiedene Weise habe ich dir aufgezeigt, dass dies so sein muss, sonst wären wir keine Wesen mit einem göttlichen Funken und würden nie ins Universum eingehen und das Universum als unseren Besitz annehmen können.
In allem, vom ersten Augenblick an, liegt die Wiedergeburt.
In Hunderten, nein Tausenden von Zuständen kann ich dir das aufzeigen.
Wer sich auf der Erde befindet, hat die Wiedergeburt erlebt.
Bäume, Blumen und das ganze Tierreich sind in anderen Zuständen, Planeten also, gewesen.
Hätten sie dort bleiben müssen, dann wären sie nie so weit gekommen.
Als der erste Mensch ein vortierartiges Tier war und es viele Millionen Jahre gedauert hat, bis es stofflich so weit war, dann ist es die Seele, der Geisteskörper also, die das durchlebt haben muss.
Das Entstehen des Weltalls, 1939

Die Ursachen der Überbevölkerung

Als die ersten Seelen mit ihrer geistlichen Forschungstätigkeit beschäftigt waren, lebte die irdische Menschheit immer noch im vortierhaften Gefühlsstadium.
Das geschärfte Denken des irdischen Menschen mit einem Körper der späteren stofflichen Grade hatte immer mehr und immer raffiniertere Waffen erfunden, mit denen sehr viel Menschen gleichzeitig getötet werden konnten, und andere konnten beherrscht werden.
Je mehr Morde, desto mehr Karmaleben, um dies alles wiedergutzumachen.
Die Anzahl Leben, die eine Seele brauchte, um wieder in Harmonie zu kommen, stieg alarmierend hoch.
Dadurch wurde der Aufenthalt auf diesem Planeten insgesamt viel zu lang.
Die Forscher sahen, dass dies die wichtigste Ursache für die Überbevölkerung auf der Erde in unserer heutigen Zeit bilden würde.
Einerseits kommen immer noch Seelen von den Übergangsplaneten des dritten kosmischen Lebensgrades zur Erde, um hier ihre ersten Leben im Urwald zu beginnen.
Andererseits blieben die Seelen der späteren stofflichen Grade, also wir, viel zu lange auf der Erde und machten ein Leben nach dem anderen wieder gut.
Außerdem sind die meisten Leben bedingt durch verfrühtes Hinübergehen kürzer als beabsichtigt.
Somit steigt die Anzahl der reinkarnierenden Seelen auf der Erde fortwährend an und dies wird noch eine ganze Weile so weitergehen.

Unsere Zwillingsseele

Die meisten geistlichen Forscher hatten inzwischen das Glück erlebt, mit ihrer Zwillingsseele vereint zu werden.
War das noch nicht geschehen, so mussten sie nun auf ihren ewigen Seelenverwandten warten.
Ab der vierten Lichtsphäre konnten sie sich nur dann evolutionär weiterentwickeln, wenn sie als Zwillingsseelen gemeinsam diesen Raum tragen und repräsentieren konnten.