Psychologie

ist noch keine Seelenkunde

Im Gegensatz zu dem, was die Übersetzung des Begriffs Psychologie mit Seelenkunde vermuten lässt, hat die Psychologie noch keine Vorstellung davon, wie tief die Seele ist.
Nach den Büchern von Jozef Rulof.

Stoffliches Denken

Mit Blick auf den griechischen Ursprung des Wortes kann Psychologie mit Seelenkunde übersetzt werden.
Vom gesellschaftlichen Standpunkt aus gesehen ist die Psychologie die Wissenschaft der Seele, doch den Büchern von Jozef Rulof zufolge kann noch kein Anspruch auf wissenschaftliche Kompetenz erhoben werden, weil die Psychologie die Seele noch nicht kennt.
Die heutige Psychologie spricht nicht über Seele und kaum über Geist, und wenn sie von Geist spricht, so meint sie damit die menschlichen Gefühle und Gedanken.
Wohl wird von Bewusstsein und Unterbewusstsein gesprochen, doch die Psychologie weiß noch nicht, dass unser Unterbewusstsein die Erfahrungen aller unserer früheren Leben umfasst.
Die Psychologie erkennt die geistige Realität hinter diesen Begriffen noch nicht, weil sie noch stofflich denkt.
Als Zweig der heutigen Wissenschaft beschränkt sie sich auf materiell wahrnehmbare Erscheinungen.
Daher reflektiert die Psychologie genau wie die anderen Wissenschaften auch das Fühlen und Denken der Menschheit von heute, das auf das Stoffliche gerichtet ist, die Materie.
Die Psychologie schaut zwar bereits auf das Innenleben des Menschen, aber um dieses zu erklären, beschränkt sie sich auf Ursachen im gegenwärtigen Leben, wie das soziale Milieu, die Erziehung, die Gesellschaft, Konditionierungen, Vererbung und Gehirn.

Beseelung des Stoffes

Die Psychologie weiß noch nicht, dass sich das Gefühlsleben durch alle unsere Erfahrungen im heutigen und früheren Leben ausgebildet hat.
Sie weiß noch nicht, dass die Seele sich bei der Empfängnis mit der befruchteten Eizelle verbindet, um ihre ewige Evolution im neuen Leben fortzusetzen.
Die Psychologie weiß noch nichts von der Reinkarnation als Erklärungsgrundlage für den Unterschied der Persönlichkeiten zweier Menschen.
Deshalb kommt der Mensch nicht viel weiter, wenn er sich an die Psychologie wendet, um zu erfahren, wie sein Innenleben ausgebildet ist.
Würde er jeden Charakterzug im Lichte der Entwicklung dieser Charaktereigenschaft im gegenwärtigen Leben und in seinen früheren Leben betrachten, dann wäre er mit seinem Blick auf die Dinge schon weiter als die heutige Wissenschaft.
Wenn in der Zukunft wissenschaftlich bewiesen sein wird, dass die Seele den stofflichen Körper überlebt und über ihn hinausgeht, kann auch die Psychologie die Deutung des menschlichen Gefühlslebens ausweiten und breiten Schichten der Gesellschaft das Wissen über die Wirkung der Seele zugänglich machen.
Dann erst wird man zu Recht die Psychologie als Seelenkunde bezeichnen können.

Quellen und Vertiefung