Tod -- Quellen

Was steht in Jozef Rulofs Büchern über den Tod?
Nach den Büchern von Jozef Rulof.
Die Lekture des Artikels „Der Tod“ wird für diese Quellen vorausgesetzt.

Ein willkommener Freund

Jozef Rulof erzählt im Buch „Die vom Tode wiederkehrten“ von einem Priester, dem der Tod ein Freund geworden war.
Ich hatte schon viele hinübergehen sehen, aber nicht einen wie ihn.
Der eine hatte Angst, andere nahmen kräftige Nahrung zu sich, weil sie nicht sterben wollten.
Doch wenn der Tod sich meldete, konnte kein Gelehrter mehr helfen und auch geistige Kräfte vermochten keine Änderung herbeizuführen.
Dem konnte niemand entrinnen, was wohl das einzig Gerechte auf dieser schrecklichen Erde war.
Dieser Priester war vertraut mit dem Tode.
Ihm war er ein willkommener Freund, ein Freund, der ihn von seinem Leiden erlöste, der ihm Glück brachte, Licht, Liebe und Schönheit, ja ewiges Leben.
Was blieb dann noch vom Tod übrig?
Wo war seine Macht?
Wo blieb all das Schreckliche, wenn man den Tod einen Freund nennen konnte?
Bei ihm fand der Tod keine Nahrung.
Denn er kannte keine Angst und fühlte weder Leid noch Schmerz, und das war es, woran sich der Tod gütlich tat.
Der Tod sollte und würde bei ihm Armut erleiden.
Er würde verhungern, denn er wurde nicht genährt.
Er führte mit dem Tod ein machtvolles Gespräch, er lächelte ihm zu und der Tod lächelte zurück.
Sie waren vertraut miteinander, große, ganz große Freunde geworden.
Dies hatte das Leben ihn gelehrt, indem er alle Menschen in seiner Seelenwohnung empfing und nicht meckerte, wenn sie mit Holzschuhen eintraten, sondern sie mit Liebe empfing und ihnen entgegentrat.
Dadurch hatte er den Tod kennengelernt und wusste er, dass dieser ewiges Leben bedeutete.
Er sah durch seine Maske hindurch, er konnte hellsehen und blickte hinter den Schleier des Verderbens und des Schreckens.
Er sah, dass der Tod nicht das Ende war, sondern ein Weitergehen in unbekannte Gefilde.
Für ihn war jener grausame Mann mit der Sense durch einen azurblauen Himmel ersetzt worden, ein Paradies lauteren Glückes.
Das Schicksal hörte auf zu bestehen, für ihn war alles Gottes heilige Führung.
Gott rief ihn zu sich, und der Tod machte Platz und verschwand, denn er konnte sich ihm nicht nähern.
Nein, dieser Priester besaß alles, was er im Lande der ewigen Wahrheit brauchte.
Der Tod war glücklich, dass es unter all den Menschen einige gab, die keine Angst vor ihm hatten.
„Höre mich an“, so hörte ich gleichsam den Tod zu mir sagen, „du Mensch der Erde, höre, was ich sagen werde.
Sieh mich an, ich bin nicht tot.
In euch flammt es, es ist Gott, der euch Seine Liebe zusendet, der euch alle am Leben erhält.
Das, was ihr seht, was ihr äußerlich seid und pflegt, das stirbt.
Aber in euch lebt etwas, das fortlebt, stets fortleben wird und unendliche Tiefen kennen lernen wird.
Ein erhabenes Glück erwartet euch. Doch allein diejenigen, die in mir das Leben sehen.
Ich selbst gab mir nicht den Namen „Tod’, sondern das tatet ihr, ihr Menschen, weil ihr mich nicht kennt.
Für euch war ich der „Tod’, doch das bin ich allein für diejenigen, die selbst lebend tot sind.
In euch liegt ein Funke des ewigen Lebens, in euch liegt die ewige Wahrheit.
Lasst euch, oh Menschen, euer Leben durch meinen Namen nicht vergällen.
Ich bin nicht der Tod, ich bin das Leben, und wer mich kennt, wird glücklich sein.“
Die vom Tode wiederkehrten, 1937
Für Jozef ist der Tod Leben, denn die Seele steigt aus dem Körper heraus und bekommt innerlich „Flügel“:
Eine glückliche universelle, räumliche Freude lebt in mir.
Und warum in Ihnen nicht?
Dieses Leben ist nicht schwer.
Mein Herr, wenn Sie über den Tod reden, und Reinkarnation, dann sagen sie: „Oh, das schwere Getue.“
Mein Herr, ich kenne den Tod, und mit dem Sensenmann, da rede ich alle Augenblicke.
Denn es gibt ihn nicht.
Er sagt: „Sie haben mir einen schwarzen, leeren Hut aufgesetzt.
Und sie haben mir eine hohle Maske aufgesetzt, einen Totenkopf“, sagt der Sensenmann, „mit zwei Löchern darin, ohne Zähne; vier liegen hier draußen und der Rest da.“
Frage und Antwort Teil 4, 1952
Aber sie ist draußen, die Seele, bekommt Flügel und das Leben geht weiter, denn einen Tod gibt es nicht.
Und ist das nun schwer zu schlucken?
Bedrückt Sie das, wenn Sie über den Tod sprechen, der Leben ist und bedeutet?
Frage und Antwort Teil 4, 1952
Die Priester in den Tempeln des Alten Ägypten lernten, indem sie aus dem Körper austraten, dass der Tod lediglich mit einem zeitlichen Dasein auf der Erde zu tun hat:
Deutlich konnte ich alles sehen, klar sah ich die Orte, an denen ich mich befand.
Die Geheimnisse des irdischen und geistigen Lebens waren für mich kein Rätsel mehr, denn ich lebte in den Geheimnissen und sah all die Rätsel, von denen Menschen noch nichts wussten.
Nun lebte ich bewusst zwischen „Leben und Tod“.
Das, worin ich mich nun befand, bedeutete „das Leben“, doch das Leben „auf der Erde“ war das Irdische und hatte mit dem Tod zu tun.
Dort würde man sterben, hier gab es keinen Tod, denn hier gab es ausschließlich Leben.
Zwischen Leben und Tod, 1940
Das klingt ganz anders als das Beten eines Menschen, der den Tod aufzuhalten versucht, um die ewig währende Stofflichkeit in einem irdischen Körper behalten zu dürfen:
Tag und Nacht betet die Mutter für den Kranken.
Und dieser Kranke muss sterben, dieser Kranke muss sich evolutionär entwickeln.
Diesen Tod gibt es nicht, aber dieser Tod kommt, muss kommen.
Und jetzt beten Sie, beten Sie, und Sie wollen diesen Tod, diese Evolution aufhalten?
Diese göttliche Evolution?
Um zu erbeten, dass Gott Ihre Mutter, Ihren Vater, Ihr Kind, Sie selbst hierlassen wird, ewig während auf der Erde?
Was wollen Sie?
Um was bitten Sie?
Wie tief ist Ihr Gebet und welche Bedeutung hat Ihr Gebet?
Gehen Sie mal in der Gesellschaft schauen.
Gehen Sie mal in die Kirchen und hören Sie mal gut zu, was so ein Pastor, so ein Pfarrer zu erzählen und zu erbeten hat.
Und Sie sehen es, sie bitten darum, die ewig währende Stofflichkeit erleben zu dürfen.
Käme doch nie ein Tod.
Aber ein Tod ist Evolution.
Wenn es kein Sterben gäbe, stünden Sie hier still.
Sie fragen nicht: Wie habe ich das Leben empfangen, wo kommen wir her?
Das erzählen wir nun, das erzählen die Meister nun durch die Bücher.
Dies ist universelle Weisheit für Ihre Seele, für Ihren Geist, für Ihre Persönlichkeit, Ihr geistiges Leben.
Frage und Antwort Teil 5, 1950

Am Grab vorbei

Im Buch „Die vom Tode wiederkehrten“ erzählt Jozef Rulof auch vom Kutscher Gerhard, der die „Toten“ zu ihrem letzten Ruheplatz fährt.
Der Kutscher hatte sagen hören, dass Jozef mit den Toten spricht, was seiner Meinung nach unmöglich war:
„Tot ist tot“, sagte er und sah mir scharf in die Augen.
„Du weißt doch, was ich tue, ich gehe jeden Tag mit den Toten um, aber kein Einziger macht seinen Mund auf.
Wie kann so ein toter Körper nun sprechen?
Du solltest die Toten ruhen lassen.
Die Leute, die sich damit beschäftigen“ – er wies mit seiner Hand auf die Stirn –, „sind verrückt."
Dabei brach er in schallendes Gelächter aus.
„Die Leute wissen sich nicht mehr zu amüsieren, es wird bestimmt so langweilig hier und dann suchen sie nach was anderem.
Du willst also sagen, dass die Toten durch dich zeichnen?“
Er grinste und sah mich an, als wenn er Mitleid mit mir hätte.
„Bist du fertig?“
„Ja, mehr weiß ich nicht.“
„Sehr gut, dann will ich dir antworten.
Du bist kein schlechter Kerl, aber du weißt nichts von diesen Dingen und du solltest nicht darüber spotten.
Du bist ein Spötter der allergrößten Sorte und ein dummer Mensch.
Du lachst über etwas, das du weder kennst noch begreifst, und dessen Ursprung und Wahrheit du nicht ergründen kannst.
Das tun viele Menschen, und das spricht nicht für ihre Persönlichkeit.
Ich frage dich: Siehst du an mir, dass ich verrückt bin?
Bin ich anders als früher?
Sehe ich wie ein Verrückter aus?
Nun? Gib Antwort!“
„Nein“, sagte er; „ich sehe nichts Besonderes an dir.“
„Nun denn, ich male und zeichne durch die Geister.
Also, durch Menschen, die auf Erden gestorben sind und dennoch leben.
Sie kommen zu uns zurück und schaffen durch mich die schönsten Gemälde.
Du weißt, dass ich nie gemalt habe und dass ich es nicht kann.
Übrigens, wenn ich die Stücke empfange, dann weiß ich nicht einmal, dass ich es tue.“
„Das ist mir ein Rätsel“, sagte er, „ein großes Rätsel.
Trotzdem hast du dich verändert.“
„Das denkst du, aber ich habe mich nicht verändert, in keiner Weise.
Ich bin hinsichtlich des großen Problems „Tod“ lediglich etwas weiser geworden.
Die vom Tode wiederkehrten, 1937
Als Gerhard stirbt, stößt ihm seine Überzeugung „Tot ist tot“ sauer auf.
Als er Jozef viel später als Geist erzählen darf, was ihm passiert ist, erfahren wir, dass er einen schweren Kampf hatte durchstehen müssen, um zu akzeptieren, dass er geistig weiterlebte.
Das war ja schließlich sein „Glauben an den Tod“.
Er erzählt, wie seltsam es für ihn war, als ein Geist des Lichts ihm verständlich zu machen versuchte, in welchem Zustand er lebte.
Der Lichtgeist sagte:
Ich habe Ihnen merkwürdige Dinge zu erzählen.“
„Merkwürdige Dinge, sagen Sie?
Ist alles denn noch nicht merkwürdig genug?“
Er sah mich an und ich spürte, dass es ein guter Mensch war.
„Sie sind auf Erden gestorben.“
„Was sagst du?“
„Gestorben“, wiederholte er, und er sah mich fortwährend an.
„Sie leben nunmehr in der Ewigkeit und ich bin gekommen, um Sie davon zu überzeugen.“
„In der Ewigkeit?“, dachte ich.
„Aber das kann doch nicht sein, dann wäre ich tot, und ich lebe doch?"
Ich hatte Mitleid mit ihm, und es kam eine schreckliche Vermutung in mir auf:
„Er ist ein Geisteskranker!
Die vom Tode wiederkehrten, 1937
Der Kutscher dachte zuerst, dass der Lichtgeist geisteskrank sei, denn er behauptete schließlich, dass Gerhard tot sei, und das war nicht wahr, denn er lebte ja und konnte fühlen und denken.
Im Buch „Die vom Tode wiederkehrten“ wird Gerhards langwieriger Kampf, seinen „Glauben an den Tod“ abzulegen und zu akzeptieren, dass er auf der Erde gestorben war, ausführlich beschrieben.
Sobald er sich beherrschen konnte und ruhig genug blieb, nahm der Lichtgeist ihn mit auf die irdischen Friedhöfe:
Dann besuchten wir Friedhöfe, und dort sahen wir die irdischen Menschen, die die Gräber ihrer Lieben aufsuchten.
Furchtbare Szenen sah ich. Aber warum suchen sie sie da?
Dort sind sie doch nicht!
Stellt eure Blumen in dem Zimmer neben ihr Bild, wo sie gelebt und gearbeitet und mit euch gesprochen haben; aber legt diese kostbaren Blumen nicht auf die Gräber, in denen nichts als Gebeine ruhen.
Es betrübt den Geist, der an dieser Seite lebt.
Das will ich den Menschen von dieser Seite aus zurufen.
Sie besuchen ihre Toten, und neben ihnen, in prächtigem Gewand und Licht, schreiten jene einher, die man tot wähnt.
Ist es nicht traurig, dass man davon auf Erden nichts weiß?
Als ich auf jenem Friedhof mit dir über all diese Dinge sprach, Jozef, ich sagte es bereits, sprach ich die große Wahrheit aus, dass Gebeine nicht sprechen konnten.
Ich spottete, und das hätte ich nicht tun dürfen.
Bei den Menschen, die trauerten, sah ich den Geist, der traurig gestimmt war, weil er sie nicht erreichen konnte.
Ich sah dort verschiedene Zustände, von denen einer mich tief traf.
Ich will dir davon erzählen.
Plötzlich dachte ich an meinen eigenen Stoffkörper.
Wo lag mein Kleid?
War es auf diesem Friedhof begraben?
Ich sah meinen Lehrmeister an, und er wusste sofort, was in mir vorging.
Nun begriff ich auch, warum wir an diesem Ort weilten.
Also fragte ich den Bruder: „Ist hier mein Stoffkleid?“
Mein Lehrmeister nahm meine Hand in die seine und sagte: „Fühlen Sie sich stark genug, um Ihren eigenen Körper zu sehen, Gerhard?“
Ich dachte nach und sagte: „Ja, ich will meinen eigenen Körper sehen.
Jetzt, wo ich dies alles erlebt habe, will ich auch das erleben, wie schrecklich es auch sein mag.“
„Komm, folgen Sie mir.“
„Woher wissen Sie, wo ich begraben bin?“
„Konzentration, mein Freund, nichts anderes als Gedankenkraft.
Sie selbst stellen nun meine Verbindung dar; durch Sie werde ich folglich das, was einst Ihnen gehörte, wieder finden.“
Ich bebte und fühlte, dass mein Herz heftig klopfte.
Wir gingen an verschiedenen Gräbern entlang und schließlich hielt mich mein Lehrmeister an.
Ich las: Hier ruht G.D.
„Ihr eigenes Kleid“, sagte der Bruder zu mir, „Ihr Körper, der dieses während des irdischen Lebens verbarg.“
Am Rande meines eigenen Grabes nahm ich Platz und sah auf mich selbst.
Da lag ich, tot; aber hier lebte ich und blickte auf das, was mir einst gehörte.
Die vom Tode wiederkehrten, 1937
In dem Moment hätte Gerhard es gern gewollt, seiner Mutter sagen zu können, dass sie ihn nicht auf dem Friedhof zu suchen braucht:
Ich dachte an mein Leben auf Erden.
Blumen zierten mein Grab, von meinen Lieben dort niedergelegt.
Ich fühlte ihre Liebesgedanken an mich, der ich gestorben war.
Dieses Schauspiel war grausig.
„Warum“, so dachte ich, „suchst du mich hier, Mutter, und nicht in deiner Nähe?"
Wie viele Male waren meine Lieben bereits hier gewesen und hatten geweint, sodass ich ihr Leid fühlen konnte!
Bald würden allein die Gebeine übrig bleiben, lange würde es nicht mehr dauern.
Wie sehr ich auch wollte, in jenen Körper konnte ich nicht eindringen.
Etwas hielt mich zurück, und ich fühlte, dass es mein Lehrmeister war, der mich daran hinderte.
Ich hatte mein irdisches Kleid abgelegt und ein anderes erhalten, das ewig fortlebte.
Mein Gott, wie überwältigend ist dieses Wiedersehen, wie klein und nichtig muss sich der Mensch fühlen, der dies erleben darf.
Ich fühlte mich denn auch nichtig und klein; es hatte mich überrumpelt.
Wie abscheulich es auch war, das Bild war lehrreich.
Hier trachtete meine Mutter mich wieder zu finden, hier flossen ihre Tränen, aber hierhin würde ich niemals wiederkehren.
Ich wollte weg, weit weg von hier.
Ich hatte geglaubt, dies alles verarbeiten zu können. Es wurde mir aber trotzdem zu viel.
Wie groß ist Gott, der dies alles lenkt.
„Aus Staub seid ihr, und zu Staub werdet ihr wiederkehren!"
Ich dachte an diese Worte.
Ich war Staub gewesen und wieder zu Staub geworden.
Am Rande meines eigenen Grabes betete ich innig, ganz innig, dass ich die Kraft empfangen möge, um meinen Lieben die Augen zu öffnen.
Dafür betete ich, und mein Lehrmeister mit mir.
Hierhin würde ich niemals wiederkehren, das wusste und fühlte ich.
„Mutter, meine liebe Mutter, ach komm nicht mehr hierher!
Ich lebe und bin glücklich und werde dich einst wieder sehen.
Streue Blumen auf menschliche Pfade, wenn sie noch am Leben sind.
Schenke allem, was lebt, Liebe, Mutter, dann erst fühlst du das ewige Leben und wirst du mich hier nicht mehr suchen.
Dann weißt du, dass ich lebe und zu dir wiederkehren kann.
Such mich nicht hier; das, was hier liegt, will ich nicht mehr sehen.
Gott sei Dank, ich lebe, und das da ist tot.“
Noch einmal starrte ich auf mein Kleid und verließ dann ganz schnell den Ort, um nicht wiederzukehren.
Da dachte ich an dich, Jozef, und bewunderte dich noch mehr, dass du von der Erde unser Leben festhieltest, um es so der Menschheit bekannt zu machen.
Im Stillen gingen wir fort; ich war in tiefes Nachdenken versunken.
Die vom Tode wiederkehrten, 1937
Gerhard kommt zu dem Schluss, dass nur diejenigen, die keine Liebe für das Leben anderer fühlen, geistig „tot“ sind:
Wer keine Liebe besaß, war im Geiste ein lebender Toter.
Ich würde mein Bestes tun, denn ich wollte vorwärts kommen, ich würde fleißig an mir arbeiten.
Nun verstand ich den Bruder in allem.
Wie einfach dieses Leben im Grunde war.
Auf Erden sprach man über Religion. Doch all jene Religionen hatten keine Bedeutung, wenn man keine Liebe besaß, keine Liebe empfand zu allem, was lebte.
Im Menschen lag der göttliche Kern, der Mensch hatte Abstimmung auf Gott.
Diese aber waren tot, geistig tot. Wenn ich noch einmal dasselbe Leben erleben dürfte, wie anders würde ich dann leben.
Ich würde mir nichts als Liebe zu Eigen machen, denn Liebe bedeutet Licht und Glück.
Mein Lehrmeister besaß viel Liebe, denn er war mir gegenüber aufgeschlossen und gab sich gänzlich hin.
So wollte ich auch werden, wie er und viele andere.
Die vom Tode wiederkehrten, 1937
Meister Zelanus berichtet, wie er Menschen, die an ein Jüngstes Gericht glauben, nach ihrem Tod an ihr Grab führt, um ihnen zu zeigen, dass sie froh sein können, dass Gott nicht so ist, wie sie glaubten, denn dann müssten sie dort im Grab liegen und warten:
Aber kommt Ihr höher für diese Weisheit, dann steht Ihr vor einem Gottesgelehrten und dann müssen wir den Gottesgelehrten mitnehmen und sagen: „Seht Ihr?
Ihr liegt dort, seid Ihr bloß dankbar, dass Gott nicht so ist, wie Ihr Ihn aufgebaut habt.
Ihr müsst nun dort im Grab liegen und warten, bis das Jüngste Gericht kommt.
Vorträge Teil 3, 1952
Für einen Menschen, der in eine Lichtsphäre übergeht, hat der Tod seine Bedeutung verloren.
Wenn der geistige Begleiter dann fragt, ob das Grab noch besucht werden soll, wird hierauf nicht mehr viel Zeit verwendet:
„Wollt Ihr Euren Tod noch sehen?“
„Ja, was kümmert mich mein Tod?“
„Ja, lasst uns das zuerst sehen, dann können wir das zu Ende bringen.
Dort liegt Ihr.
Fertig?
Gut.“
Vorträge Teil 2, 1951

Reinkarnation

Über das Gemälde, das am Anfang dieses Artikels abgebildet ist, sagt Jozef Rulof:
Ich habe ein Gemälde bekommen, einen Teller, einen Porzellanteller, letztens; wenn Sie den jetzt sehen, dann sagen Sie: „Das ist nun der Sensenmann, das ist der Tod.“
Und dann steht dort eine großartige Erscheinung, eine geistige Erscheinung als eine Mutter.
Sie schwebt.
Sie schauen komplett durch diese Erscheinung hindurch, so ätherisch ist sie gemalt.
Und dort sitzt ein alter Mann, der sitzt dort, und dann deutet diese Mutter mit ihrem Stab – der Stab ist ein Gesetz, Evolution ist ein Stab, ist ein Gesetz –, und dann deutet sie so auf das Lebensbuch und sagt: „Heute ist Ihre Zeit gekommen.“
Aber dort liegt ein Apfel und da ist Leben und eine Blume – also er geht durch das Leben hindurch – und daneben sitzt ein Mädchen, also er wird als Mädchen reinkarniert.
Das heißt Mutterschaft.
Auf solch einem kleinen Teller.
Frage und Antwort Teil 3, 1952
Die Meister erklären, dass uns der Tod zu einer neuen Wiedergeburt bringt oder in ein Jenseits, in dem wir als bewusste geistige Persönlichkeit weiterleben:
Und das Endgültige für allen Stoff ist jetzt zu sehen und ist zu erleben“, das haben wir kennengelernt, durch Leben und Tod.
Wenn Ihr auf der Erde „totgeht“ und der Mensch das Sterben nennt, ist es das Erleben von „Großen Schwingen“.
Ihr dehnt Euch aus.
Evolution.
Der Tod ist Mutterschaft.
Was hat die Welt, was hat die Kirche, was hat die Bibel darüber gesagt?
Der Tod ist Verwesung und ein Jüngstes Gericht steht oben auf dem menschlichen Angesicht, auf dem lebenden Herzen des Menschen, und will, dass der Mensch eine Auferstehung aus prähistorischen Epochen erleben wird.
Wenn Ihr sterbt, meine Schwestern und Brüder, und alles Leben, dann steht der Gott als Mutter neben Euch und dieses Sterben verändert sich in ein Weitergehen, sie führt Euch entweder zur Welt des Unbewussten, der Wiedergeburt, Ihr bekommt ein neues Leben auf der Erde, oder Ihr geht „hinter dem Sarg“ weiter und betretet Euer erstes Fundament für die Gerechtigkeit, die Harmonie und die Liebe, und erst dann legt Ihr Fundamente für Eure geistige Persönlichkeit.
Das ist der universelle Tod.
Vorträge Teil 3, 1952
Durch den Tod lernen wir auch unsere Zwillingsseele kennen, die Seele, die auf ewig zu uns gehört.
Mit unserer Zwillingsseele werden wir im Leben nach dem Tod eine geistige Liebe erleben, die viel weiter geht als die stoffliche Liebe, die wir auf der Erde kennen.
Gäbe es keinen Tod, meine Brüder, dann bekämen wir niemals unsere geistige Zwillingsseele zu erleben, und das ist doch unser Göttliches Einssein!
The Cosmology of Jozef Rulof Part 1, 1944
Liebe bekamen wir durch den Tod zu erleben und nichts anderes!
The Cosmology of Jozef Rulof Part 1, 1944

Bücher nehmen die Angst

Die Meister des Lichts haben durch Jozef Rulof Tausende von Seiten geschrieben, um, unter anderem, dem Menschen auf der Erde die Angst vor dem Tod zu nehmen.
Meister Alcar ist der geistige Leiter von Jozef Rulof.
Meister Alcar weiß bestimmt ...
Er sagt: „Wir hätten überhaupt nicht zu schreiben brauchen.
Christus hätte auch nicht zu kommen brauchen.
Aber weil Christus kam und weil wir wissen, dass wir leben; warum sollten wir den Menschen dann nicht die Angst vor dem Tod nehmen, während der Tod lediglich Glück bedeutet?“
Darum kommen sie zurück und sie sagen: „Wir leben.
Habt keine Angst vor dem Tod und weint nicht um den, der tot ist, denn es gibt keinen Tod.“
Also sind sie nicht verpflichtet, uns das zu erzählen, allein dieses: „Habt lieb alles, was lebt, und einen Tod gibt es nicht.
Dann habt Ihr Glück, denn wir leben.“
Und darin steckt nun alles.
Frage und Antwort Teil 2, 1951
Im Buch „Durch die Grebbe-Linie ins ewige Leben“ will Theo gern seiner Frau Annie die Angst vor dem Tod nehmen, denn ihrer Kirche ist das nicht gelungen:
Es zeigte sich, dass weder Annie noch ihre Eltern auf das Sterben vorbereitet waren,
aber wie viele sind das schon, fragte ich mich.
Was half es, wenn man treu zur Kirche ging, sich dort den Geist mit biblischen Sprüchen vollstopfen ließ, mit Worten, wenn Gott einem damit trotzdem weit, fremd und bedrohlich blieb, wenn das ewige Leben, über das einem so viel herrliche Dinge erzählt wurden, dennoch erschreckender als das irdische erschien, sodass man wie ein Tier kämpfte, es behalten zu dürfen?
Wie wenig lebendig, wenig überzeugend musste die Lehre der Kirchen sein, dass der größte Teil ihrer Gläubigen nach zwanzig Jahrhunderten seine Angst vor dem Tod, vor Gott und vor dem ewigen Leben noch immer nicht besiegt hatte ...
Desto dankbarer dachte ich an die milden, ja großartigen Verkündigungen, wie ich sie in meinen spiritualistischen Büchern gefunden hatte, welche die Furcht vor dem Tod vollkommen nahmen, uns Gott als einen liebevollen, strikt gerechten Vater zeigten, vor dem keines Seiner Kinder Angst zu haben oder zu zittern brauchte, wahrhaftig ein Gott in all Seinem Wirken!
Und größer denn je wurde mein Verlangen, Annie für diesen Gedanken zu gewinnen, ihr so die Angst vor dem Tod zu nehmen, sodass sie demnächst besser vorbereitet in das ewige Leben eingehen könnte.
Durch die Grebbe-Linie ins ewige Leben, 1942
Jozef Rulof behandelt auf einem Frage-und-Antwort-Abend die Frage eines Herrn, der eine regelrechte Neurose in Bezug auf den Tod hat:
Ich habe hier: „Der Unterzeichnete, J. J. Grouw ...“
Von wem ist dieser Zettel?
(Mann im Saal): „Von mir.“
Mein Herr, Sie haben da einen nicht so schönen Zettel.
„... hat eine sehr fürchterliche Angst, Neurose, vor dem Tod.“
Haben Sie unsere Bücher gelesen?
(Mann im Saal): „Nein, mein Herr.“
Mein Herr, dann habe ich zwanzig (Bücher) für Sie, die Ihnen den Tod wegnehmen.
Wenn Sie diese Neurose loswerden wollen, dann werden Sie sofort mit „Ein Blick ins Jenseits“ anfangen.
Sie können noch besser „Jeus von Mutter Crisje“ nehmen, wenn sie jetzt da sind, denn dort ...
Ich war elf Jahre alt und dann starb mein Vater – und ich sah immer hinter dem Sarg – und als er begraben wurde, da lief er mit mir hinter seinem eigenen Leichnam her.
Dann sind Sie sofort geheilt, sind Sie den Sensenmann sofort los.
Es kostet Sie zehn Cent, mein Herr, da (in der Pause konnte man vor Ort aus der Bibliothek der Gesellschaft Bücher entleihen), und Sie sind den Sensenmann los.
Das ist doch nicht zu teuer, finden Sie nicht?
Und der Sensenmann verliert unwiderruflich seine Krone, wenn Sie das lesen.
Nehmen Sie rasch ein paar Bücher mit, mein Herr, dann sind Sie diese Neurose los.
Frage und Antwort Teil 3, 1952
Die Angst vor dem Tod kann jemandem durch Wissen genommen werden, wenn diese Angst im Tagesbewusstsein lebt.
Das Tagesbewusstsein ist das Bewusstsein, das wir tagsüber erfahren, wenn wir wach sind.
Sind die Erfahrungen schrecklicher Übergänge in früheren Leben Ursache der Angst vor dem Tod, so ist diese Angst ins Unterbewusstsein gelangt, und das ist durch die Lektüre nicht zu heilen:
„Also“, sagt der Herr, „es kann jeden Tag geschehen: Ich bin sehr schlecht und elend dran.“
Würden Sie so nicht sagen, mein Herr, wie?
„Und dann diese Angst vor dem Tod.“
Ja, mein Herr, was soll ich Ihnen nun hierfür geben?
Zwanzig Bücher, die Ihnen die Angst nehmen.
Aber es kann sein, nach dem Lesen, dass Sie immer noch mit dieser Angst durchs Leben gehen.
Und dann ist es ein Teil Ihres Unterbewusstseins.
Schauen Sie, Angst vor dem Tod durch Unwissenheit, das lebt im Tagesbewusstsein.
Ein Protestant und ein Mensch, der von diesen Dingen nichts weiß, für diesen Menschen ist tot noch tot.
Haben Sie einen sehr gläubigen Menschen, einen Bibelkenner, der sagt: „Ja, wir machen weiter.
Es steht in der Bibel“, wenn Sie es herausholen.
Aber der Mensch, der vollkommen so im Leben die Gesetze von Leben und Tod nicht kennt, für den ist der Tod im Tagesbewusstsein auch Angst.
Frage und Antwort Teil 3, 1952

Der Tod ist eine Fiktion

Meister Alcar sagt bereits im ersten Buch „Ein Blick ins Jenseits“ zu André, dass der Mensch auf der Erde froh sein sollte, dass er sterben darf, weil er im Leben nach dem Tod anderes Glück erfahren kann, als es auf der Erde möglich ist.
Ein Beispiel hierfür ist die Wiedervereinigung mit unseren Lieben, die verstorbenen sind.
In den Artikeln „Erste Lichtsphäre“ bis einschließlich „Siebte Lichtsphäre“ wird beschrieben, welches andere Glück uns sonst noch erwartet.
Alcar sagte ihm, dass der Mensch auf Erden darüber froh sein sollte, dass er dort sterben durfte.
Hören Sie das?
Wir sollen froh sein, dass wir dort sterben dürfen.
Ist es für viele nicht ein Schrecken, hören zu müssen, dass sie froh sein sollten, sterben zu dürfen?
Sollte man darüber glücklich sein, hinübergehen zu dürfen?
Hatte er denn Alcar klar und deutlich verstanden?
Doch, schließlich sagte er, Gott habe ein anderes Glück bereit für das Leben, das auf dem Planeten Erde lebt.
Ein Blick ins Jenseits, 1936
Viele Menschen auf der Erde erfahren den Tod noch als eine Bestie, die ihnen ihre Lieben raubt und sich schließlich an ihnen vergreift.
Sie füttern diese Bestie mit ihrem eigenen Kummer, ihren Tränen und ihrem Leid, sodass diese Vorstellung entsetzliche Formen annimmt.
Der Tod wird somit schlimmer als ein Tier, das nur aus Hunger tötet.
Für viele Menschen ist der Tod eine vortierhafte Bestie, die willkürlich Menschen von der Erde wegrafft.
Sie begreifen nicht, dass der Tod durch ihre eigenen Gedanken so groß geworden ist, dass sie dieses Gedankenbild selbst aufgebaut haben.
Sie finden es sogar schlimm, wenn ein alter und kranker Mensch hinübergeht, der in dem Körper sowieso nicht mehr viel Glück empfangen kann:
Und was taten die Menschen?
Sie vergossen Tränen, ja, viele waren gebrochen, wenn ein betagter Mensch hinüberging und sie verließ.
Sie waren vor lauter Kummer gebrochen und gingen an ihrem Kummer zugrunde.
Wie lange würde es noch dauern, bis sie so weit waren, dass sie ihre Lieben, die in ein höheres Leben übergingen, mit Freude im Herzen gehen lassen konnten?
Keine Selbstliebe mehr zu besitzen, wie lange dauerte das noch?
Wann würden auf der Erde Menschen leben, die diese Weisheit in sich tragen?
Wann wird man rufen können: Grüße sie, die schon hinübergegangen sind?
Wann werden sie das können?
Es wird noch Tausende Jahre dauern, so lange noch foltert sie der Tod.
So lange noch werden sie ihr vortierliches Wesen weiterhin mit Kummer, Leid und Tränen nähren.
Es saugt sie leer, nimmt ihnen alle Lebenssäfte.
Tierlich ist dieser Gedanke.
Sie zittern und beben vor dem Tod.
Ein Blick ins Jenseits, 1936
Jozef hat durch den Einblick in das Leben nach diesem Leben erfahren, dass der Begriff „tot“ eine Fiktion ist:
André wusste es jetzt besser.
Das Wort Tod war ein Fluchwort im Vokabular.
Es besudelte alle anderen Gedanken, die mit dem Leben zu tun hatten.
Das Wort Tod erstickte alles und nahm den Lebenden die Kraft zum Weiterleben, wenn sie ihre Lieben verloren hatten.
Nein, es gab keinen Tod, der Tod hat nie, zu keiner Zeit existiert.
Der Tod war eine Fiktion.
Der Tod war nichts und alles, der Tod bedeutete Leben.
Der Tod lebte, wie konnte das sein?
Hier blickte er in das Leben nach dem Tod; schon wieder das Wort Tod!
Im Leben nach diesem Leben lebten die Menschen weiter.
Ewig, auf ewig zusammen mit denen, die bereits hier waren und erneut lebten.
Ein Blick ins Jenseits, 1936
Der Mensch hat das Wort „tot“ geschaffen und meint deshalb, dass dieses Wort auch eine Daseinswirklichkeit hat, dass es so etwas gibt wie „Tot sein“.
Wie das eklige Wort „Er ist tot“.
Nein, er lebt!
Und genau wie auf dem Grab: Er ruhe in Frieden und sie auch.
Und sie fliegt und sie flattert und sie ist fort.
Das ist nichts, was dort liegt.
Nicht?
Alles aus dem Wörterbuch hinaus.
Jenes Wörterbuch von uns, das taugt nichts.
Wir haben doch, der Mensch hat doch jenes Wörterbuch erfunden.
Es waren früher bloß Kratzer, mein Herr, in der Steinzeit hatten wir lediglich so eine Geschichte und dann wussten wir das: Oh, nach rechts, nach links, dort drüben kann man mich finden.
Wir haben doch Zeichen gemacht und das ist Schrift geworden.
Was hat der Mensch alles für sich selbst erfunden?
Frage und Antwort Teil 3, 1952
In den Zeitungen wird vor allem denjenigen Menschen viel Aufmerksamkeit geschenkt, die nun „tot“ sind:
Der Mensch besitzt einen Tod.
Seht Ihr, dass diese Menschheit noch nicht denken kann?
Der Tod steht jeden Tag vor Euch.
Die Zeitungen nehmen den Tod auf und einen Tod gibt es nicht.
In welcher Falschheit, in welchem Unbewusstsein lebt Ihr eigentlich?
Vorträge Teil 2, 1951
Wenn es den „Tod“ nicht gibt, stirbt kein einziger Mensch:
Es sind Millionen Menschen gestorben und es ist nicht einer davon tot.
Frage und Antwort Teil 5, 1950
Die Seele verfolgt ausschließlich ihre Evolution:
Es fallen jetzt auf der Erde Millionen Menschen, aber es ist noch kein einziger Mensch gestorben, was dort stirbt, ist notwendig, aber das ist Stoff, die Seele als Geist geht jetzt weiter und höher, sie setzt ihre Evolution fort.
The Cosmology of Jozef Rulof Part 1, 1944